zeitgesteuertes automatisches Sichern einer DAT Datei auf Netzlaufwerk

  • Hallo Robotergemeinde,

    ich habe aktuell auf verschiedenen KRC2-Systemenmit unterschiedlichen Softwareständen eine Betriebsdatenerfassung laufen. Diese funktioniert so, dass bei jedem bearbeiteten Teil in einem Variablenfeld die Stückzahl und die Uhrzeit abgelegt wird. Es handelt sich um eine globale DAT. Ein Eintrag sieht demnach folgendermaßen aus:


    DECL GLOBAL INT STK_T1_SCHICHT[3]

    STK_T1_SCHICHT[1]=9

    STK_T1_SCHICHT[2]=13

    STK_T1_SCHICHT[3]=4


    DECL GLOBAL BDE_TYP FS_ZEIT_T1[200]

    FS_ZEIT_T1[1]={JAHR 2019,MONAT 12,TAG 10,STUNDE 12,MINUTE 13,SEKUNDE 57}

    ....


    Das funktioniert auch alles soweit sehr gut. Nun wollen wir diese DAT Datei automatisch zu einer bestimmten Zeit auf das Netzlaufwerk sichern. Dazu habe ich eine Geplante Task angelegt, die diese DAT zum Schichtwechsel aus dem R1 Verzeichnis auf das Netzlaufwerk kopiert. Auch das funktioniert soweit.


    Wenn ich die Datei dann allerdings öffne, sind die Daten darin nicht aktuell. Ich habe festgestellt, dass, wenn ich die DAT in der Robotersteuerung manuell auf das Netzlaufwerk kopiere alle Daten drin sind.

    Nun zu meiner Frage: Werden die Daten nicht permanent auf Festplatte gesichert, oder warum hat die Datei nicht den aktuellen Stand? Gibt es eine Möglichkeit diese Dateien automatisch auf ein Netzlaufwerk zu sichern (im Notfall auch über ein Archiv)? Ich hätte das gerne automatisiert, da diese Datenerfassung aktuell auf ca. 15 Roboter läuft und weitere folgen sollen.


    Nebenbei bemerkt: Ich suche aktuell noch nach einer Lösung der automatischen Sicherung für KRC1 (auch hiervon gibt es noch einige).


    Für eure Hilfe vielen Dank im Voraus.


    Viele Grüße

    Andreas

  • AD
  • Hallo,


    die eigentliche Robotersteuerung inklusive Files läuft als Ramdisk unter VxWorks. Das ist notwendig damit das System echtzeittauglich ist. Da wären Festplattenzugriffe einfach zu langsam. Die Daten werden aber in bestimmten Situationen oder bestimmten Zeitpunkten zyklisch von der Ramdisk auf die Festplatte rübergespiegelt. Insofern ist es normal, dass Festplatte und und ser interne Zustand der Steuerung auseinanderlaufen.


    Fubini

  • Es gibt Leute, die lösen dies über einen Macro-Recorder, den sie in einem gewissen Intervall auf der Steuerung ausführen lassen.

    Zeichnen damit die Erstellung eines Archives / einzelne Datei Archivieren auf.

    Wenn Du ein Laufwerk des Servers freigibst und Menüpunkte richtig erweiterst, fliegt die Datei direkt ohne Aufwand zum Server.


    https://www.mjtnet.com/blog/20…-recorder-in-windows-3-1/


    Gruss SJX

    Manche Maenner bemuehen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitaetstheorie.

  • Hallo,


    die eigentliche Robotersteuerung inklusive Files läuft als Ramdisk unter VxWorks. Das ist notwendig damit das System echtzeittauglich ist. Da wären Festplattenzugriffe einfach zu langsam. Die Daten werden aber in bestimmten Situationen oder bestimmten Zeitpunkten zyklisch von der Ramdisk auf die Festplatte rübergespiegelt. Insofern ist es normal, dass Festplatte und und ser interne Zustand der Steuerung auseinanderlaufen.


    Fubini

    Vielen Dank erstmal vorab für die Infos.

    Gibt es eine Möglichkeit diese Situationen gezielt hervorzurufen?


    Grüße

    Andreas

  • Hallo SJX,

    vielen Dank für den Hinweis. Abgesehen davon, wie man das Makro darin schreibt, ist mir noch nicht ganz klar, wo der Recorder die Daten herholt, wenn Sie nur im VX Works sind. Verfügst du über Beispiele dazu?


    Habt ihr Ideen für eine alternative Lösung?

    Die CWRITE Geschichte habe ich mir angesehen, sehe aber die Umsetzung bei den KRC2- und vor allem KRC1-Robotern nicht.


    An 16 und mehr Robotern die Daten manuell zu kopieren, ist keine wirklich schöne Alternative. Der Wunsch der GF ist es, die Daten immer am Folgetag auszuwerten. Die Produktion ist 3-schichtig.


    Vielen Dank im Voraus.


    Grüße

    Andreas

  • …...die Daten manuell zu kopieren, ist keine wirklich schöne Alternative.

    Genau das macht ein Makrorecorder. Dieses manuelle kopieren automatisieren.

    Zu zeichnest genau den Ablauf auf, was gedrückt werden muss zum kopieren der Datei.

    Danach sagst Du im GUI des Tools, er soll dies nun alle 8h selbstständig ausführen.

    Selber nur gesehen bei einem Kunden.


    Habt ihr Ideen für eine alternative Lösung?

    OPC Server / Verbindung und Handling der Daten wäre auch eine Möglichkeit, diese Daten nach extern zu bringen.

    Problematik hier besteht, dass man vermutlich keine OPC-Server-Versionen für die alten Systeme von KUKA mehr bekommt.


    Interne Crosscom-Schnittstelle zum auslesen wäre auch eine Möglichkeit.

    Braucht gutes Knowhow dafür. Tool müsste evtl. extern erstellt werden.

    Schnittstelle ist undokumentiert.


    DeviceNet / Ethernet Gateway mit OPC Schnittstelle.

    Über Signalvereinbarungen Werte rausschreiben an Gateway. Über OPC Anbindung herstellen an PC- Umgebung.

    Manche Maenner bemuehen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitaetstheorie.

  • Wenn du alle 8Stunden ein Archiv machst, werden die Daten zwischen Echtzeitsystem und Festplatte abgeglichen. Danach kannst du deine Dateien von der Festplatte wegkopieren oder vom Ziellaufwerk (Netzlaufwerk) weiterkopieren.

  • Hallo zusammen,

    danke euch für die Hinweise.

    Am interessantesten, da vmtl. am einfachsten umsetzbar ist der Vorschlag von Stethi mit den Archiven. Das ist auch der aktuelle Workaround. Am Morgen läuft ein Meister alle Maschinen ab und zieht ein Archiv. Schön wäre natürlich auch hier eine Automatisierung.

    Kennt jemand Möglichkeiten für eine automatische Erstellung von Archiven?

    Ich meine mal irgendetwas hier im Forum dazu gelesen zu haben. Leider habe ich mit verschiedenen Suchbegriffen und Kombinationen keinen passenden Beitrag gefunden.


    Grüße

    Andreas

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