21. Februar 2019, 19:28:52
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 Steuerung für Anfänger ?


hot_post Autor Thema:  Steuerung für Anfänger ?  (Gelesen 7350 mal)

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08. September 2006, 08:25:03
Gelesen 7350 mal

nsane

Gast
Guten Tag.

Wir überlegen in unserem Betrieb (Automobilzulieferer Kunststoffindustrie) einen KUKA oder ABB Robot anzuschaffen.

Bis heute habe ich nur Linearhandlings (3 Achsen) programmiert.
Zwar auch teilweise ältere mit NC-Steuerung.
Doch es wäre interessant zu wissen, welche Steuerung erfahrene Anwender für Einsteigerfreundlich halten, bzw bei welchem Hersteller man die Trainings besonders empfehlen kann.

Meine Frage also:
Eher neueste Steuerung ? Eher ABB oder eher KUKA ?
Wohlgemerkt nur auf die Einsteigerfreundlichkeit bezogen :-)

Vielen Dank im vorraus  :icon_rofl:
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Heute um 19:28:52
Antwort #1

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Gast

08. September 2006, 13:43:22
Antwort #1
Offline

robodoc


Guten Tag und herzlich Willkommen im Roboterforum!

Meiner Meinung nach auf jeden Fall KUKA. Ich selber bin sehr KUKA  lastig und absolut der Meinung, daß man dieses Robotersystem in sehr kurzer Zeit erlernen kann.

Wenn Ihr einen potentiellen Bediener auf Schulung zu Kuka schickt (nicht sparen - das große Schulungspaket bitte sehr), und derjenige auch mit offenen Augen und Verstand an dieser Schulung teilnimmt, dann habt Ihr schon eine sehr gute Grundausrüstung.

Dann kauft Ihr am besten noch für zwei Wochen einen erfahrenen Programmierer ein der Eure(n) Mann (Frau) ein bißchen an die Hand nimmt und schon seid Ihr voll im Geschäft.

Noch Fragen?

Immer rein damit ins Roboterforum

Gruß Robodoc
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Weniger als 100% wird nicht akzeptiert :-)

08. September 2006, 15:37:35
Antwort #2
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Anton


Hi!

Naja, wenns so einfach wäre... würden lauter Roboter-Programmierer umher laufen und die Kunden nur mehr Komponenten kaufen und die Anlagen selbst zusammen bauen.
Bin der Meinung, dass der/die schon etwas vor belastet sein sollte, wie genannt (NC-Steuerung und...). Man sollte ein gewisses Händchen für komplexe Maschinen mitbringen, und die Bedienung eines Heim-PC für einen auch kein Problem dar stellen (Hab in meiner Laufbahn schon einiges  diesbezüglich erlebt). Naja, und das wichtigste ist der Hausverstand!

Gruß Anton

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10. September 2006, 18:55:06
Antwort #3

nsane

Gast
Also denke das sollte nicht das Problem sein :-)

NC-Programmierung ist wie gesagt kein Problem, nebenbei hab ich mir selbst C#, Java, PHP und diverse Websprachen beigebracht (Lehrbüchern sein Dank) :-)
Momentan lerne ich PureBasic, um mal was einfach zu machen :D Auch in der Hoffnung, dass das mal irgendwie bei Robotern helfen könnte :-)

Die Frage nach Computerkenntnissen hat sich damit sicherlich erledigt :-)

Doch was meinst du mit dem "großen" Kurspaket ?
Ist der Grundkurs definitiv nicht ausreichend um z.b. Artikel zu palettieren usw ?

Vielen Dank schonmal für die hilfreichen Antworten :-)
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10. September 2006, 20:38:15
Antwort #4
Offline

robodoc


Richtig!

Es gibt bei KUKA den Grundlehrgang und den Expertenlehrgang. Im Grundlehrgang lernt man nicht so sehr viel. Sicherheitsunterweisung, Roboterjustieren und Punkte teachen. Das war's eigentlich schon.

Zum Palettieren brauch man dann schon etwas tiefere Kenntnisse, die im Expertenlehrgang behandelt werden. Ist absolut zu empfehlen.

Das befürchte ich eher nicht. Solange es noch billiger ist, die Anlagen zu kaufen wird keine Firma diese Dinge selber bauen. Personal zu unterhalten das für das Tagesgeschäft überqualifiziert ist, ist definitiv viel zu teuer. Oder wie stellst Du Dir das vor?

Sag doch mal was Du darüber denkst. Interessiert mich sehr.

Gruß Robodoc
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Weniger als 100% wird nicht akzeptiert :-)

Heute um 19:28:52
Antwort #5

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Gast

11. September 2006, 06:46:41
Antwort #5

nsane

Gast
Dazu kann ich evtl. was sagen :-)

In "meinem" Betrieb habe ich vor ca 3,5 Jahren meine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker angefangen.

Während meiner Ausbildung habe ich mich dann schon intensiv mit Linearhandlings beschäftigt.

Seit Abschluss meiner Ausbildung erhalte ich den selben Lohn wie alle anderen Verfahrensmechaniker, auch wenn ich für Planung und Umsetzung von Fertigungszellen und Handlings allgemein zusätzlich verantwortlich bin.

So ist das halt wenn man wenig Berufserfahrung hat :-)

Dadurch ergeben sich aber, so hoffe ich, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für mich, wenn ich mal "was anderes" Suche :-)
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11. September 2006, 12:14:54
Antwort #6
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RoBotos


Moin Leute,

Ich habe 5 Jahre Roboter (ABB,Stäubli,Epson)  für die Automobilindustrie programmiert, und bin nun, weil ich die Montagen leid war, bei einem mittelsändischem Autobmobilzulieferer gelandet.

Meine Aufgaben sind die Prozessoptimierung, die Planung und Durchführung von selbstgebauten Arbeitshilfen und Roboterzellen.   
 
Eine Roboterzelle für unseren Bedarf kostet ca. 120.000€ wenn wir sie komplett selber bauen liegen wir mit Arbeitsstunden (Mechanik, Elektrik, Programmierung, Engineering) und Material + Zukaufteile bei ca. 70.000€ - 85.000€. 

Sollten wir mal nichts neues bauen, dann werden die Zellen gewartet, oder neue Teile eingerichtet.

Ich finde schon das sich das lohnt. Jedoch nur, wenn das Geld und der Bedarf einer stetigen Automatisierung vorhanden ist.
Bei 2 Roboterzellen lohnt sich das sicher nicht.
 :beerchug:
 
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11. September 2006, 20:27:39
Antwort #7
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Anton


Hi!

Vielleicht ist das falsch rüber gekommen, robodoc. Aber ich hatte da wohl den Eindruck, ein paar Schulungen und ein bisschen Programmierunterstützung, und fertig ist ein Roboterprogrammierer... Sicher gibt es Leute, die das so durch ziehen, und Erfolg haben. Aber es gibt auch leider ein paar Leute, die ein böses Erwachen dabei haben (und das wird dann teuer). Ich bin der Meinung, bei neuen Anlagen, deren Programme erst programmiert werden müssen, braucht man als "Neuling" schon noch weitere Unterstützung.

Kurz gesagt: Nicht nur die Schulung machts, es gehört auch ein bisschen Erfahrung dazu, um selbstständig zu programmieren.

Um die Angst zu nehmen: Hab auch schon einmal einen KUKA Roboter programmiert. Und das sogar ohne Schulung mit nur den mitgelieferten Dokumentationen auf CD. Der Roboter arbeitet heute noch, also dürfte dabei nichts schief gegangen sein...

Gruß Toni
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12. September 2006, 10:17:21
Antwort #8

nsane

Gast
@ Anton

Bei Linearhandlings hab ichs mir auch nur mit der Dokumentation beigebracht :-)
Eine (dadurch nur sehr kurze) Schulung gabs erst später mal  :icon_rofl:

Das Problem bei dieser Anlage ist, dass die Maschine rund um die Uhr laufen muss, 2 Roboter zusammen arbeiten müssen.
D.h. Es werden Kugellager in die Maschine eingelegt, umspritzt, die fertigen Teile entnommen, an einen zweiten Roboter übergeben. Dieser wiegt die Teile und palettiert diese in einer Kiste mit Zwischenlagen.

Von der Mechanischen/Logischen Seite her sollte das kein Problem sein, nur die Softwareseite macht mir Sorgen.

Da möchte ich meinem Chef nicht zutrauen eine oder zwei Wochen auf die Roboter warten zu müssen :-)

Werde wohl vorschlagen, zwar die Schulungen zu besuchen, aber die Inbetriebnahme mit einem freien Programmierer oder einem Techniker von KUKA vorzunehmen.
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Heute um 19:28:52
Antwort #9

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Gast

12. September 2006, 12:30:31
Antwort #9
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robodoc


Nimm lieber einen Freiberufler. Ist billiger. Gibt genügend hier.

Gruß Robodoc
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Weniger als 100% wird nicht akzeptiert :-)

15. September 2006, 11:15:40
Antwort #10
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Sven Weyer

Global Moderator
Hallo nsane,
frag mal den Werner, Cheffe vom Forum, der hat was KUKA angeht Ahnung und ABB und FANUC hat der auch in seiner Mannschaft. Da kannst Dich drauf verlassen was die Qualität angeht. Musst Ihn einfach nur ansprechen. Am besten PM.

robotic74
« Letzte Änderung: 24. September 2006, 12:11:39 von robotic74 »
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Wer nichts macht macht keine Fehler!
Wer keine Fehler macht kann nichts daraus lernen!
Wer nichts lernen kann kann sich nicht weiterentwickeln!
Wer sich nicht entwickelt geht unter!

15. September 2006, 18:40:45
Antwort #11

nsane

Gast
Wenns dann soweit ist, werde ich das wohl auch tun :-)

Da wir nun die Möglichkeiten abgecheckt haben, gehts an die Finanzierung usw ...
Solch ein Projekt dauert halt seine Zeit :-)

Aber vielen Dank :D
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23. September 2006, 23:26:25
Antwort #12
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Werner Hampel

Administrator
hehe, der Roland schleimt hier wieder, bis das Forum vor Feuchtigkeit noch abschmiert.
 :grinser043:

Ne im ernst, wenn noch weitere Fragen bezüglich der Sache offen sind, einfach hier posten oder mich direkt anrufen.
Meine aktuelle Telefonnummer steht immer unter www.robtec.de.
« Letzte Änderung: 23. September 2006, 23:29:23 von Werner Hampel »
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Menschen brauchen Roboter, aber auch Roboter brauchen Menschen.
Roboter sichern die Arbeitsplätze und den Fortschritt der Industrieländer, da sie kostengünstig und qualitativ hochwertig produzieren.
Ohne Automatisierung mit Robotern werden unsere Produkte in Billiglohnländern hergestellt.

Heute um 19:28:52
Antwort #13

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Gast

26. September 2006, 18:18:13
Antwort #13
Offline

Mustang 67



Tut mir leid, aber das ist sich nicht die Hilfe die sich der nsane erwartet hat!

Weil ich gebe hier auch meine ABB Lastigkeit zu, und das kann aber nicht der Grund für nsane sein einen ABB Roboter zu nehmen.

Da kann ich im Vergleich ein willkürliches aber gewichtigeres Argument einbringen wie z.B. das ein ABB Programmierhandgerät 8 Tasten an der Vorderseite hat, und ein Kuka Programmierhandgerät die Kleinigkeit von 96 Tasten hat. Diese Anzahl kann einen Anfänger vielleicht schon vor gewisse Probleme stellen.

Ich denke mal das solche Vergleiche nsane eher in seiner Entscheidung helfen werden!

Gruß!
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27. September 2006, 02:43:53
Antwort #14

nsane

Gast
Mustang, die Anzahl der Tasten ist mir wenn ich ehrlich bin egal.


Wichtig ist für mich der Funktionsumfang, die ähnlichkeit der Sprache zu anderne Hochsprachen, und somit auch die leichte Erlernbarkeit.

Deine Einwände sind schon ganz richtig, doch die Anzahl der Tasten ist ein Argument mit denen man RTL-Zuschauer überredet :-)

In ein paar Wochen werde ich mal KUKA und ABB besuchen fahren, und mir die verscheidenen Steuerungen genauer anschauen.

Wobei ich aus mehrenen Quellen gehört habe dass ABB leichte Softwareprobleme haben könnte, besonders bei den neueren Modellen.
Bei KUKA stört mich leicht die Windows-Umgebung, bezügl USB-Schnittstellen und CD-ROM Laufwerk (Virii).

Aber das schreckt mich erstmal nicht ab, für sowas gibts Garantie und einen angemessenen Zeitrahmen. Oder auch ein Schloss vor den Laufwerken :-)
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