17. Februar 2019, 15:16:34
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 Darf ich Mitarbeiter schulen?


normal_post Autor Thema:  Darf ich Mitarbeiter schulen?  (Gelesen 6283 mal)

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18. Februar 2009, 11:14:06
Gelesen 6283 mal
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MEGATRON


Hallo Forum,
mein Chef hat zwei Firmen,
Maschinenbau wo ich arbeite und Kunststoffverarbeitung.
In Kunststoffverarbeitung wurde einzige KUKA Programmierer gekündigt.
Jetzt möchte mein Chef, dass ich ein Paar Mitarbeiter einschule.
Darf ich das?
Was soll ich dabei beachten damit ich mein Kopf nicht riskiere?

Gruß MEGATRON
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"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre falsch machen." Kurt Tucholsky

"Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet, erst dann wird es Frieden geben."
Jimi Hendrix (1942 - 1970), US-amerikanischer Rockmusiker

Heute um 15:16:34
Antwort #1

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18. Februar 2009, 14:50:31
Antwort #1
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högi


Hi Megatron,

ich glaube kaum das dir jemand verbieten kann dein Wissen weiter zu geben.
Allerdings bin ich kein Rechtsanwalt.

Aber in jeder Firma ist es üblich das die Neuen von den alten Hasen am Firmenequipment angelernt werden.

Wenn du Schulungsunterlagen benutzt erstelle sie selbst um eventuelle Copyright Vergehen zu vermeiden.

Mit Zeugnissen oder Zertifikaten wäre ich allerdings vorsichtig.......

Gruß
Högi


« Letzte Änderung: 18. Februar 2009, 18:35:06 von högi »
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Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher, !!!!
Albert Einstein

19. Februar 2009, 05:47:40
Antwort #2
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Schybulla


Hallo Megatron

Ich denke auch das nichts dagegen spricht, seine Erfahrung an die Mitarbeiter weiter zu geben.
Zumal das spezielle Wissen für eure Anwendungen, in dem Umfang von Kuka gar nicht vermittelt werden kann.
Denn jede Anlage ist anders und jeder von uns Programmierern geht einen eigenen Weg.

Du solltetst nur nix zertifizieren oder bescheinigen, denn das darf nur Kuka oder ein von Kuka befähigtes
Unternehmen.

Was ich euch nur empfehlen kann, ist die betreffenden Mitarbeiter zumindest auf einen Bedienerlehrgang zu
schicken - so seit ihr auf der sicheren Seite, für den Fall das was passieren sollte.

Gruß und nen schönen Tag

Schybulla
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Weil der Klügere nach gibt - regieren die Dummen die Welt

19. Februar 2009, 07:13:49
Antwort #3
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MEGATRON


Sollen meine Schuler irgend etwas unterschreiben, dass sie Sicherheitsbelehrung gekriegt haben.   
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19. Februar 2009, 07:29:31
Antwort #4
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WolfHenk


nur wenn Du die Verantwortung für die Korrektheit eines Sicherheitslehrgangs übernimmst. Ich würde es nicht tun...
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Wolfram (Cat) Henkel

never forget Asimov's Laws at the programming of robots...

"Safety is an integral part of function. No safety, no production. I don't buy a car without brakes."

https://www.xing.com/go/invite/5634410.eb15e5

PMs und Mails mit Anfragen wie "Wie geht das..." werden nicht beantwortet. Diese Fragen und die Antworten interessieren jeden hier im Forum.

Heute um 15:16:34
Antwort #5

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26. Februar 2009, 15:35:00
Antwort #5
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nahaki


Hi Megatron,
ich kann mich da nur Schybulla anschliessen: schickt die Leute zumindest auf den Bedienerlehrgang eintaegig. Dann haben sie die Sicherheitsbelehrung mit Brief und Siegel von KUKA und du bist aus dem Schneider. Ich kenn sogar einen Fall bei dem einem Kursteilnehmer die Teilnahmebestaetigung verweigert wurde weil er ueber die Haelfte der Zeit drausen beim Telefonieren war und nicht in der Schulung. So ernst wird das Thema Sicherheit genommen und das mit Recht. Wenn ihr genug Leute zusammen bekommt, macht es vielleicht sogar Sinn wenn einer von KUKA zu euch kommt und dort die Bedienerschulung macht.

Schoenen Gruss

Nahaki
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26. Januar 2011, 12:20:45
Antwort #6
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mkilber


Hallo Zusammen,

wir sind meinsetens auch so vorgegangen, dass wir die Kentnisse Intern weitergegeben haben.

Jetzt habe ich eine Anfrage  für die Schulung mit der Zerifikatausstellung bekommen.
Viel Info dazu habe ich hier nicht gefunden.
Mich interesiert die rechtliche Seite.
Ich bin geschulte Roboter Programmier.
Darf ich die Bedieder Schulung mit dem Zertifikat machen, wenn ja dann wo steht das?
wenn nein, was soll ich dafür machen damit  ich Grundkentnisse weitergeben kann+ Zertifikat.

Für jede Hilfe sehr dankbar
  • gefällt mir    Danke

26. Januar 2011, 13:10:28
Antwort #7
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WolfHenk


Nein.

Du bist "Bediener" oder "Experte" aber kein "Schulungsleiter".

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26. Januar 2011, 13:16:07
Antwort #8
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mkilber


danke für antwort.

was machmt man damit man zum Schulungsleiter wird.

Darf ich dir Zertifikate ausstellen wenn ich Experte bin?
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Heute um 15:16:34
Antwort #9

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27. Januar 2011, 11:45:32
Antwort #9
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nahaki


Hallo mkilber,
wenn du Zertifikate fuer KUKA ausstellen willst musst du von KUKA eingetragener Trainer sein. Je nach Level den du zertifizieren willst musst du dazu mehr oder weniger Aufwand investieren. Fuer Sicherheitseinweisung und Roboterbedienung ist das vermutlich relativ problemlos. Frag doch mal im KUKA College nach. Dort gibt es ein Programm "train the trainer". Aber alles was ueber Bediener und Sicherheitseinweisung (sorry, natürlich erst Sicherheitseinweisung, dann Bediener) hinausgeht brauchst du eine definierte KUKA Trainingszelle, KUKA Trainingsunterlagen und KUKA Prüfungsunterlagen und eine Zertifizierung als KUKA College und zertifizierte KUKA Trainer für die jeweiligen Kurse.


Schoenen Gruss

Nahaki
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28. Januar 2011, 21:41:21
Antwort #10
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IrrerPolterer

Administrator

Was heißt Zertifikate für KUKA?
Wenn ich z.B. unsere Kunden eine Woche Schule, damit die in der Lage sind ihre Programme selbst zu schreiben (z.B.: Druckgussentnahme) und eine Bescheinigung ausstelle, dass Sie erfolgreich am Seminar "Programmierung Druckgussapplikation" teilgenommen haben, dann ist das doch wohl rechtens. Ich benutze natürlich keine Schulungsunterlagen von KUKA und stelle auch keine Bescheinigung für "KUKA-Programmierung für Fortgeschrittene" aus. Der Name KUKA taucht in den Bescheinigungen nicht auf.


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Greetings, Irrer Polterer!

Wie poste ich falsch?
Nachdem ich die Suche und die FAQ erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich das gleiche Thema in mehreren Unterforen, benutze einen sehr kreativen Titel wie "Hilfe", am Besten noch mit mehreren Ausrufezeichen, und veröffentliche einen so eindeutigen Text, dass sich jeder etwas Anderes darunter vorstellt.

Life is a beta version. Full of bugs and no Manual.

29. Januar 2011, 09:14:20
Antwort #11
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WolfHenk


Ja, Polterer.
Damit sind die Leute für eine Druckgussapplikation der Firma "Anstalt GmbH" geschult. Und das von einem Lehrgangsleiter, den die Anstalt GmbH dazu erklärt hat.

Das "Diplom" berechtigt die Leute nur dazu, Druckgussapplikationen der "Anstalt GmbH" zu bearbeiten.

Sobald einer von denen nen KUKA programmiert, crasht, einen erlegt und dann auf das Zertifikat der "Anstalt GmbH" hinweist, hat er selbst den schwarzen Peter, denn der KUKA war keine "Druckgussapplikation der Fa. Anstalt GmbH"
Das wird er aber so nicht sehen wollen und laut schreiend "Mich hat ein irrer geschult, und zwar auf KUKA!" in Richtung Anstalt zeigen...
Was dann???
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Wolfram (Cat) Henkel

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29. Januar 2011, 20:09:42
Antwort #12
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IrrerPolterer

Administrator
Dann habe ich ihn auf Druckgussappöikation für Projekt "Druckgusentnahme des Projekts XY bei XY-Ag" geschult. Auf nix anderes!
Ausserdem kann ich immer noch sagen, er hat sich nicht daran gehalten, was er gelernt hat. Wenn ich einen Crash fahre, sage ich auch nicht: "Kuka hat Schuld!"

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Wie poste ich falsch?
Nachdem ich die Suche und die FAQ erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich das gleiche Thema in mehreren Unterforen, benutze einen sehr kreativen Titel wie "Hilfe", am Besten noch mit mehreren Ausrufezeichen, und veröffentliche einen so eindeutigen Text, dass sich jeder etwas Anderes darunter vorstellt.

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Heute um 15:16:34
Antwort #13

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04. Februar 2011, 08:45:39
Antwort #13
Offline

Dos6.22


In meiner alten Firma gab es eine dicke Schulungsmappe wo alles zumThema Sicherheit drinnen stand. Nicht über Zaun klettern, am Roboter nichts verändern usw.
Das habe ich denen in jeder Schulung vorgelesen. Jeder hatte so eine Kopie bekommen und die musste danach unterschreiben, dass sie das gelesen und verstanden haben.
Das dürfte eigendlich sehr sicher sein, weil beide Seiten wissen, was gesagt wurde.
Wenn man sowas ohne Unterschriften macht oder Dokumenten, kann einen immer ans Bein gepisst werden. Es reicht ja aus, wenn 2 Bediener später behaupten, uns wurde aber gesagt, wir dürfen in die Zelle wenn man die Schutztür überbrückt.
Ich betone auch immer ausdrücklich, egal was ich jemals in der Zelle mache, ihr dürft nur das was in der Dokumentation steht.

@MEGATRON wenn du da Bedenken hat, besser dem Chef sagen. Weil wenn er dann trotzdem will, dass du eine Schulung für die machst, ist er der gelackmeierte.
Ich sollte auch mal eine Sicherheits SPS programmieren. Da wurden wir zwar eingewiesen, aber der Typ von Siemens hat extra beton, wir müssten eigendlich auf eine richtige Schulung wo man ein Zertifikat bekommt.
Es wurde so den Chefs gesagt, aber geschickt wurde keiner. Habe das Programm dann von einem SPSler durchchecken lassen. Wenn da dann was passiert wäre, hätte man ja auch net sagen könne, ach der vom Siemens Vertieb hat gezeigt wie das geht.
Und ich habe vor Zeugen meine Bedenken dem Chef gesagt.
Aber richtig was dazu sagen könnte eh nur ein Fachanwalt. Ich denke mal: vor Gericht ist es wie auf hoher See, man ist ausgeliefert, weiß nie was passieren wird und kann sich kaum gegen etwas wehren
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05. Februar 2011, 04:05:20
Antwort #14
Offline

IrrerPolterer

Administrator

Ja, so handhaben wir das auch.


Nein, das wird denen kein Gericht glauben. Wenn das ALLE Schulungsteilnehmer sagen schon eher. Aber etwas weniger übertrieben könnten alle sagen, wir wußten nicht, dass in T2 niemand neben dem Robo stehen darf.


Ja, und so will Siemens sich absichern... :)


 :beerchug: Gut beschrieben, denn genau so ist es!
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