23. Juli 2019, 09:19:10
Roboterforum.de - Die Industrieroboter- Anwender und Experten Community

 Fräsen mit IRB 6400 und S4 Steuerung


normal_post Autor Thema:  Fräsen mit IRB 6400 und S4 Steuerung  (Gelesen 3479 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

13. Dezember 2005, 18:30:03
Gelesen 3479 mal

Sirius

Gast
Nabend Allerseits,

netter Interessenzusammenschluss hier ... .

Jut mein Problem:

Ich habe einen IRB 6400 und ne S4 Steuerung verstaubt in der Technik-Halle.
Chef'chen möchte das gute Stück wiedererwecken.

Die Idee: Ne Fräse dran und los soll es gehen. Das RAPID-Programm wird aus einen CNC-Programm generiert.
Für die Steuerung des Roboters bedeutet das Ganze ne Menge Arbeit (Viele Positionen und Bahnen zum Anfahren).
... Und nun meine Frage: Ist das Ganze mit einer verstaubten S4 möglich oder soll ich meinen Chef überreden die "Hosen runter zu lassen" und ne neuere Steuerung zu spendieren. ( ... und welche wäre am besten geeignet?)

... Jut vielen Dank schonmal

Sirius
  • gefällt mir    Danke

Heute um 09:19:10
Antwort #1

Werbung

Gast

14. Dezember 2005, 06:46:54
Antwort #1
Offline

Sven Weyer

Global Moderator
Hallo Sirius,
tja nun das mit der S4 Steuerung sollte schon gehen von den Vorraussetzungen her.
Aber ob es eine Möglichkeit gibt die Dir eine Pfadgenerierung aus einem CNC-Programm liefert kann ich Dir leider nicht beantworten!
Wir haben eine Bearbeitungslinie mit S4cplus, vielmehr drei, aufgestellt mit insgesamt 38 x 6400 RF. Hierbei muß ich Dich aber warnen. Seit Ihr Euch im klaren welche Tolleranzen Ihr haben wollt?
Ich meine einfach so eine Gusputzapplikation ist gemein hin nicht das Problem. Aber solltet Ihr eine Flächenbearbeitung anstreben dann wird das schon zu einem anderen Problem!
Gib mal eine Info was Euch so vorschwebt.
Es gibt da schon die ein oder anderen wichtigen Punkte die man lieber nicht aus dem Auge verlieren sollte!  :zwink:

Bis denne

robotic74
  • gefällt mir    Danke
Wer nichts macht macht keine Fehler!
Wer keine Fehler macht kann nichts daraus lernen!
Wer nichts lernen kann kann sich nicht weiterentwickeln!
Wer sich nicht entwickelt geht unter!

14. Dezember 2005, 14:30:05
Antwort #2

Sirius

Gast
Mahlzeit,

erstmal vielen Danke für die schnelle Antwort robotic74. Meine Idee war den kleenen Robi zum Kaffee kochen zu missbrauchen. Aber der Rest von unserer Truppe hatte doch andere Pläne ...  :mrgreen:

Nee, Spass bei Seite ... .

Das ganze soll erst einmal als Testanlage dienen. Deshalb sind die Toleranzen nicht so kritisch. Ziel ist es, aus einen Block, einen Körper zu fräsen (eine Art Bootsrumpf). Super genaue Flächenbearbeitung steht in dieser Konfiguration (Robi und Steuerung) erstmal nicht im Vordergrund.
... muss das Werkstück nachgearbeitet werden, haut mir das auch keinen Zacken aus der Krone.

Das Problem liegt nur bei den BWL-Fuzzies. Denn ich muss in diesem Jahr noch die groben (größten)  Kosten für den Spass kalkulieren und damit die BWL-Jungs im nächsten Jahr kein Herzkaspar (Ab und Zu braucht man sie halt doch ...!) kriegen, wegen unerwartete Kosten, ist mir halt wichtig, ob es mit dem Versuchsaufbau klappt.

Unsere Maschinenbauer haben den kühnen Plan aus ihrer CAD-Anwendung, CNC-Code zu erzeugen und diesen wieder in RAPID zu wandeln. Soll nach Ihren Plänen funktionieren, da sie das Ganze auf einer wilden Messe schon gesehen haben. (Super akademische Aussage ...  :applaus:, aber na ja das kriegen wir schon hin  :aufsmaul: )

... und Chefchen ist ganz begeistert.

... und ich skeptisch ....

Alles klar, schon mal Tschuldigung wenn fachlich Einiges nicht gut rüber kommt, ich bin halt ein Elektro-Steuerungsfuzzi, der sich gern bei heißen Projekten die Finger verbrennt.

Na dann Prost,

Sirius
  • gefällt mir    Danke

05. Januar 2006, 15:09:54
Antwort #3
Offline

Mustang 67


1. Eine oben gemachte Aussage ist hier ganz wichtig: Ein Roboter ist keine CNC Fräse und wird nie die Genauigkeit uns Steifigkeit haben. Deshalb, aus eigener Erfahrung: z.B. kleine Kreise (10mm und abwärts) werden wirklich nicht schön (rund), je größer die Bahnen sind um so besser wirds (desto weniger fällts auf....)

2. "einfache Geometrien" lassen sich am leichtesten mit dem PHG programmieren, bei komplizierteren (Freiformflächen) ist RobotStudio zu verwenden. ->Import von 3D Daten, Pfad generieren, upload zum Roboter, nachkorrigieren.

3. CNC -> Rapid umwandeln ist ein heikles Thema. Wenn das Projekt konkret ins Auge gefaßt wird kann ich Infos geben.
  • gefällt mir    Danke

07. Januar 2006, 18:41:51
Antwort #4

Sirius

Gast
Hi Mustang 67,

... vielen Dank für Deine Antwort.

... wie gesagt ne Skulptur sollte nicht gerade gefräst werden, und zahntechnische Eingriffe mittels Robby werde ich mir bei den angegebenen Toleranzen nun auch verkneifen.  :mrgreen:

Über Deine Infos werde ich erstmal in Ruhe meditieren.


Bis dann,

Sirius
  • gefällt mir    Danke

Heute um 09:19:10
Antwort #5

Werbung

Gast

10. Januar 2006, 10:34:02
Antwort #5
Offline

swagner3


Hallo,
so etwas wurde an der  Fachhochschule Trier -Umwelt-Campus Birkenfeld - Fachgebiet Regelungs- und Automatisierungstechnik schonmal mit einem ABB einem Kuka und einem Bosch Roboter durchgeführt.

siehe Link:

http://www.umwelt-campus.de/~w.gerke/

Vielleicht hilft Dir das ja etwas.

Gruß swagner3

« Letzte Änderung: 10. Januar 2006, 10:36:39 von swagner3 »
  • gefällt mir    Danke


Teile per facebook Teile per linkedin Teile per pinterest Teile per reddit Teile per twitter
 

über das Roboterforum

Nutzungsbedingungen Impressum Datenschutzerklärung

Sponsoren des Roboterforums

ROBTEC GmbH