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Ich glaube, dass mit der Akzeptanz liegt oft daran, dass Programme die man von Offline bekommt, vor Ort einfach nicht passen. Ist ja auch klar, wenn Untersuchungen mit "nackigen" Greifern gemacht werden und dann werden in der Realität Kabelkanäle, Pneumatikbatterien und Bus-Module in die Fahrwege gebaut. Eine Simulation ist halt nur so gut, wie die simultane Welt mit der realen übereinstimmt.
Oft scheint auch das Problem zu sein, dass Offline-Programmierer keinerlei Online-Erfahrung haben, auch noch nie ein Teachpendant in der Hand hatten.
Einen weiteren Knackpunkt sehe ich darin, dass die Konstruktionsbüros, welche die Simulationen und Erreichbarkeitsuntersuchungen erstellen oft selbst unter enormen Zeitdruck stehen. Da soll dann ein Mann in sechs oder gar vier Wochen eine komlette Linie Offline fertig machen, weil die Herren Projektverantworlichen immer nur sehen, wie schön und einfach und wie schnell es in RobCad gehen kann, Probleme aufzuzeigen und Lösungen zu finden, denn es geht ja alles in unserer heutigen Computerwelt mit wahnsinns-schnellen Rechnern alles so gut schnell und einfach. Dabei vergessen dann die Herren, wie viel Arbeit und Zeit erst einmal in die Erstellung und Herrichtung einer RobCad-Zelle mit Erstellung von Roboterpfaden investiert werden muss, bis diese dann soweit sind, dass man Dinge schnell und einfach machen kann. Es sollte sich mal ein Verantwortlicher hinter einen Offline-Programmierer stellen und mal abwarten, bis dieser eine Catia-Modell einer großen Geo-Station importiert und komplett kinematisiert hat um festzustellen, wieviel Arbeit das eigentlich ist. Das Ergebniss sind dann unvollständige und noch fehlerbehaftete Simulationen, die dann in die Hose gehen müssen.
Ich selbst bin als Online-Programmierer der Simulationswelt gegenüber positiv eingestellt, konnte in Schweden mittels RobCad den anderen Programmierern auch hilf- und informationsreich Lösungen aufzeigen, für Probleme, die sich ergaben, zum Beispiel, wie in RobCad die Zange gestellt wurde, damit zwei Robbis kollisionsfrei arbeiten konnten, weil sich beide bei der Hand-Programmierung voll im Weg standen. Wäre selber wohl auch drauf reingefallen, aber das Konstruktionsbüro, welche die Simulatione erstellte, hatte da Ideenreich und gut gearbeitet.
Ein Rollfalz-Projekt zum Beispiel gehe ich nicht ohne RobCad an, denn gerade beim VKRC mit KLIN- und KCIRC-Pfaden, welche ja nicht Bahntreu sind, kann mann nur im RobCad erkennen, wie die Bahn des Roboters verläuft und wo genau der Pfad verläuft, bzw. was man verschieben und anpassen muss.
Offline kann 'ne gute Sache sein, wenn virtuelle und reale Welt übereinstimmen, die Zeit entsprechnend abgestimmt und die Simulations mit der Erfahrung eines Online-Programmierers erstellt wurde.
Grüße,
Gerhard