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Roboterforum für Industrieroboter Anwender  |  Allgemein  |  Spass und Fun  |  Thema: Griechen, kein Spaß und kein Fun 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Griechen, kein Spaß und kein Fun  (Gelesen 608 mal)
högi
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Beiträge: 284



« am: 06. Mai 2010, 16:25:40 »

Ein Beschwerdebrief von Stern-Autor WALTER WÜLLENWEBER


"Liebe Griechen!
Kennt Ihr das bei Euch auch, eine Tante, die einem die ganze Kindheit
und Jugend hindurch das Sparschwein füttert? Beim ersten Fahrrad, dem
ersten Radio, der ersten Urlaubsreise - immer gibt sie ein paar Scheine
dazu. Und dafür verlangt sie nichts weiter als ab und zu mal ein
freundliches Dankeschön. Liebe Freunde, dies ist ein Brief von Eurer
Geldtante. Keine Angst, Ihr müsst nicht Danke sagen. Das Einzige, was
wir uns wünschen, ist:
Versetzt Euch mal in unsere Lage.

Seit 1981, seit 29 Jahren, gehören wir zur selben Familie, zur EU. Kein
anderes Familienmitglied hat in dieser Zeit so viel Geld in die
Gemeinschaftskasse gesteckt wie wir, nämlich netto rund 200 Milliarden
Euro. Und pro Nase hat kaum einer so viel bekommen wie Ihr, zusammen
netto fast 100 Milliarden. Rund die Hälfte also von dem, was wir in den
EUTopf gekippt haben, habt Ihr mit großer Kelle abgeschöpft. Oder anders
ausgedrückt: Rein rechnerisch haben wir Deutschen mit den Jahren jedem
von Euch Griechen, vom Säugling bis zum Greis, über 9000 Euro geschenkt.
Einfach so. War doch nett, oder?
Freiwillig hat wohl noch nie ein Volk ein anderes über einen so langen
Zeitraum so großzügig unterstützt Ihr seid fürwahr unsere teuersten
Freunde.

Wie es uns dabei ging, in all den Jahren, das habt Ihr nie gefragt. Ich
vermute, auch heute brennt Ihr nicht gerade darauf, etwas über unsere
Sorgen zu erfahren. Ich erzähle es Euch trotzdem: Unsere Straßen sind so
löchrig wie antike Bauwerke, weil uns das Geld für die Instandhaltung
fehlt. Bibliotheken und Schwimmbäder werden geschlossen.
Manche Städte schalten nachts jede zweite Straßenlaterne aus, weil sie
die Stromrechnung nicht bezahlen können. Im Gegensatz zu Euren steigen
unsere Löhne seit der Einführung des Euros praktisch gar nicht mehr. Und
jetzt sollen wir auch noch Euch Griechen retten. Die Sorgen um Euch, die
haben uns gerade noch gefehlt.

Ihr habt Euch unser Misstrauen redlich verdient: Im Sommer fackelt Ihr
regelmäßig dieses schöne Land ab, das Gott Euch geschenkt hat und dann
ruft Ihr nach unserer Feuerwehr, weil Ihr es nicht allein gelöscht
kriegt. Ihr wollt alle in den öffentlichen Dienst, aber keiner will
Steuern zahlen. Wenn auch nur ein Teil der Berichte stimmt, die wir in
den vergangenen Wochen lesen mussten, dann seid Ihr offenbar nur bereit
zu arbeiten, wenn Ihr dafür Schmiergeld bekommt. Vor allem Eure Ärzte
und das Krankenhauspersonal langen kräftig zu.
Ihr betrügt Euch also gegenseitig, wo Ihr nur könnt. Das kann uns egal
sein. Doch Ihr betrügt auch uns. Seit vielen Jahren. Das ist uns nicht
egal.

Ihr kassiert für mehr Olivenbäume EU-Subventionen, als in Euer Land
passen. Offenbar versteht Ihr doch was von Buchführung, denn um die
Stabilitätskriterien für den Euro zu erfüllen, habt Ihr Eure Bücher so
systematisch und geschickt gefälscht, dass die Brüsseler nichts gemerkt
haben. In Wahrheit habt Ihr den Euro nie verdient. Trotz Eurer
erschwindelten Daten ist es Euch seit der Einführung des Euro noch nie
gelungen, die Stabilitätskriterien zu erfüllen. Um Eure Wirtschaft
größer erscheinen zu lassen, habt Ihr Euch 2006 einen hübschen
Taschenspielertrick einfallen lassen und kurzerhand die Erlöse aus
Geldwäsche, Rauschgifthandel und Schmuggel in die jährliche
Wirtschaftsleistung Eurer stolzen Nation angerechnet.

Über Jahrzehnte mehr Geld ausgeben, als man sich erarbeitet, wie
selbstverständlich auf Kosten von anderen zu leben, laufend betrügen und
tricksen - das kann nicht ewig gut gehen.
Irgendwann bricht das Kartenhaus zusammen. Irgendwann ist jetzt. Streng
genommen seid Ihr pleite.

Macht Euch keine Illusionen. Wenn Angela Merkel verspricht,
"Griechenland wird nicht allein gelassen", dann geht es unserer
Kanzlerin und uns Deutschen nicht mehr um Euch Griechen.
Unsere Sorge gilt allein unserer eigenen Zukunft.
Das Unglück ist nur: Wir sind an Euch gekettet.
Wenn Ihr untergeht, zieht Ihr uns mit unter Wasser. Zum Beispiel durch
die 300 Milliarden Schulden, die Ihr mit den Jahren aufgetürmt habt.
Rund 30 Milliarden davon gehören den Sparern bei deutschen Banken, in
Form von Staatsanleihen. Ob Ihr das jemals zurückzahlen werdet?
Euretwegen geht der Euro in die Knie.
Uns droht die Inflation.
Das bedeutet: was deutsche Sparer auf dem Sparbuch oder in
Lebensversicherungen für die Zukunft zurückgelegt haben, wird immer
weniger wert.
Wegen Euch.
Solche Gedanken sind Euch natürlich fremd, denn sparen oder investieren
ist nicht Euer Ding. Ihr haut die Euros lieber raus.
In der EU seid Ihr Griechen das Volk, das von seinem Geld den größten
Anteil für den Konsum verprasst.

Die Regierungschefs der EU haben zwar beschlossen, dass Ihr keine
direkten Finanzhilfen bekommen sollt.
Erst mal. Doch Ihr braucht Hilfe. Und in der EU bedeutet Hilfe am Ende
immer Geld, genauer: unser Geld.

So langsam wird uns Deutschen klar: Zuerst mussten wir die Banken
retten, jetzt müssen wir Euch Griechen retten und schließlich alle
Länder mit einer Schweinewirtschaft -die "PIIGS", Portugal, Italien,
Irland, Griechenland, Spanien. Ein Staatsbankrott eines dieser Länder,
darin sind sich die Experten ausnahmsweise einig, wäre eine Tragödie,
die selbst die Bankenkrise wie ein Lustspiel erscheinen ließe.

Kluge deutsche Staatsrechtler haben schon vor der Einführung des Euro
gewarnt: Die Wirtschaftsunion kann ohne die politische Union nicht
funktionieren. Sie hatten Recht. Jetzt erkennen wir das dramatische
Demokratie-Defizit.
Wir Deutschen sind von den Entscheidungen der Regierung Griechenlands
abhängig. Aber wir können sie nicht wählen. Ihr Griechen könnt sie
wählen, aber Ihr habt ganz andere Interessen. Wir wollen, dass Euer
Ministerpräsident Georgios Papandreou sein Sparprogramm durchzieht.
Mindestens.
Besser wär's, wenn er beim Reformieren noch einen Zahn zulegte.
Aber Ihr wollt das ganz offensichtlich nicht.
Ihr macht, was Ihr immer macht: Ihr streikt.
Letzte Woche der öffentliche Dienst, nächste Woche alle, Generalstreik.
Liebe, teure Griechen, wenn Ihr nächste Woche auf die Straße geht, dann
streikt, dann demonstriert, dann protestiert Ihr nicht gegen Eure
Regierung, sondern gegen uns. Dem Zorro, der Euch stets gerettet hat und
weiter retten soll, dem versetzt Ihr einen Tritt zwischen die Knie.
Liebe griechische Finanzbeamte, geht nächste Woche bitte nicht streiken,
sondern treibt endlich mal die *Steuern Eurer Millionäre *ein, von denen
Ihr bislang *fürs Wegschauen so fürstlich entlohnt werdet*.

Liebe griechische Ärzte, geht nächste Woche bitte nicht streiken,
sondern behandelt Eure Patienten.
Von jetzt an, ohne vorher um einen Geldumschlag zu bitten. Und dann
*versteuert einfach Euer Einkommen*.
Ja, dann könnt Ihr Euch den nächsten Porsche erst ein Jahr später
bestellen. Ihr werdet es überleben.

Liebe Rentner Griechenlands, wenn bei uns jemand sein ganzes Leben lang
gearbeitet hat, bekommt er nicht mal 40 Prozent seines
durchschnittlichen Einkommens als Rente. Damit sind wir auf dem
viertletzten Platz der OECD-Länder. Und wer ist auf Platz eins?
Richtig: Ihr. *
Über 95 Prozent Eures durchschnittlichen Einkommens gönnt Ihr Euch als
Rente. Um das hinzukriegen, greift Ihr wieder in die Trickkiste: Ihr
bezieht einfach die Rentenhöhe nicht aufs ganze Leben, sondern nur auf
die letzten drei bis fünf Arbeitsjahre*. *Darum ist es bei Euch üblich,
dass der Arbeitgeber den Lohn am Ende noch mal kräftig erhöht *

Von dem Geld, mit dem wir Euch fast 30 Jahre lang gesponsert haben,
gönnt Ihr Euch eine komfortablere Altersversorgung, als wir uns leisten
können.
Findet Ihr das gerecht? Also, liebe Rentner in Griechenland: Ihr seid
die Generation, die diese Misere verursacht hat.
Jetzt haltet mal die Füße still, geht nicht demonstrieren, und lasst
Eure Regierung die Sparpläne durchziehen.

Und, liebe Bürger Griechenlands, redet Euch nicht damit heraus, Eure
Politiker seien allein schuld an der Katastrophe.
Ihr habt doch die Demokratie erfunden und solltet wissen, dass Ihr, das
Volk, regiert und damit verantwortlich seid.
Niemand zwingt Euch, Steuern zu hinterziehen, Schmiergelder anzunehmen,
gegen jede vernünftige Politik zu streiken und korrupte Politiker zu
wählen.
Politiker sind Populisten. Die machen genau, was Ihr wollt.
Sicher werdet Ihr jetzt einwenden:
Ihr Deutschen, Ihr seid doch auch nicht viel besser.
Stimmt. Ein Rentensystem, dem kaum einer noch traut, Beamtenpensionen,
von denen niemand weiß, wie sie in der Zukunft bezahlt werden sollen,
ein Steuersystem, das so aussieht, als hätten erfahrene Hinterzieher es
sich ausgedacht, und vor allem ein Schuldenberg, der irgendwann ins
Rutschen gerät und alles unter sich begräbt -genau diese Probleme haben
wir auch.
Und Ihr seid uns auf diesem Pfad der Untugend nicht so weit voraus, wie
viele glauben.
Früher habt Ihr Griechen uns den Weg gewiesen, habt der Welt die
Demokratie, die Philosophie und das erste Verständnis für
Nationalökonomie beigebracht.
Jetzt weist Ihr uns wieder den Weg. Nur ist es diesmal der Irrweg. Da,
wo Ihr seid, geht's nicht weiter.

Herzliche Grüße,
Walter Wüllenweber

Tja, ohne jetzt in das allgemeine Griechenbashing mit einzusteigen....
irgendwie stimmt das schon, allerdings.....
Portugal, Italien, Spanien und Irland sind ja nicht die einzigen!!!!
Kein Schwein redet heute von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern.
Ist nur eine Frage der Zeit bis da die Seifenblasen platzen!!!!

Wenn dann noch Rumänien, Bulgarien und die Türkei beitreten, können wir die Kohle auch gleich an die Mafia überweisen.

Na denn Prost Malzeit.
Ich verpisse mich dann wieder.
Brasilien ist nicht schlecht....oder vielleicht die Karibik?
Na ja, Karibik geht wohl nicht. Die haben da keine Roboter:)

Gruß Högi
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Albert Einstein
Werner Hampel
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« Antworten #1 am: 07. Mai 2010, 00:54:37 »

 good Posting

mir kommt das so vor, also ob wir gegen eine gaaanz dicke Wand fahren und immer noch mehr Gas geben, in der Hoffnung dass es die Wand nicht merkt.

Übrigens, Brasilien ist das höchstverschuldete Land der Welt, aber da is es wenigstens schön warm Wink
Obwohl, das isses in Griechenland auch  liebe029
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Ohne Automatisierung mit Robotern werden unsere Produkte in Billiglohnländern hergestellt.
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« Antworten #2 am: 07. Mai 2010, 07:48:10 »



und Recht hat er!  bawling

 supi
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högi
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« Antworten #3 am: 08. Mai 2010, 15:25:56 »





Übrigens, Brasilien ist das höchstverschuldete Land der Welt, aber da is es wenigstens schön warm Wink


Das stimmt schon, sind mal eben schlappe 695 Milliarden US $. pfeif
Das haben damals die Militärs angehäuft. Die waren der Meinung unbedingt eine neue Hauptstadt und die Atombombe, auf Pump, bauen zu müssen. jawohl
Brasilia haben die gebaut. Die Bombe wurde dann, sehr zum Ärger der Komißköppe, von den Zivilisten gecancelt. supi
Der große Unterschied zu Griechenland ist:
Die Brasilianer nehmen inzwischen mehr ein als sie ausgeben.
Ihre Wirtschaft wächst, sie haben Öl, Bodenschätze und ein Land in das Griechenland so ca. zweihundertmal reinpasst bei gerade einmal 180Millionen Einwohnern.
Außerdem kosten die uns kein Geld wenn die da Scheiße bauen!

Warm ist es in beiden Ländern..... aber die Brasilianer haben nicht nur die meisten Schulden, sondern auch die schönsten Frauen der Welt!!!! genau

Gruß
Högi


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