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Roboterforum für Industrieroboter Anwender  |  Allgemeines zum Thema Industrieroboter  |  Roboterforum allgemein (Moderatoren: Sven Weyer, rmac, Iceberg)  |  Thema: Infomaterial? Machbarkeitsstudie: Lohnen sich Schweißroboter? Spezialfall..... 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Infomaterial? Machbarkeitsstudie: Lohnen sich Schweißroboter? Spezialfall.....  (Gelesen 1363 mal)
metzo
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« am: 06. Oktober 2009, 11:48:20 »

Hallo liebes Forum!
Ich habe während meinen ersten rescherchen hier schon einiges im Forum befunden und möchte erstmal den ganzen guten Leuten hier danken!
Gestern war es dann soweit und ich bin mit meiner Cheffin zum Kunden gefahren.
Folgendes liegt jetzt in sehr naher zukunft:
Eine Firma mit recht spezieller Produktpalette ist sich am fragen, lohnen sich, wenn nicht heute, irgendwann vielleicht, Schweißroboter in unserer Firma?
Es werden gelaserte Blechteile geschweißt. Mit Schweißvorrichtungen plazierte einzelteile werden zur Zeit erst angehaftet und dann später mit bestimmter Schweißreihenfolge geschweißt.
Es geht erstmal um 4 Schweißbaugruppen die sich alle ganz grob ähneln. Sie sind so ca 1x2m in der Grundfläche und halt Flach.
Das Problem: Es werden insgesamt nur 60 Stück im Jahr gefertigt! Es gibt zwar von einigen Teilen rechts und links so das auf alle 4 Baugruppen incl rechts/links etwa 360 oder 420 Teile im JAHR!! geschweißt werden. Der Vorteil:
Langfristige Produktpalette! Die Roboteranlage braucht sich also nicht nach 2 Jahren rentieren sonder kann auch auf 15 Jahre gesehen durch die Vorteile von gleichbleibender Schweißqualität und der Möglichkeit bei Sonderaufträgen nicht gleich aus dem nichts 10 neue Schweißer einstellen zu müssen (halt nur für bsp. 1 Monat) sonder einfach den Roboter länger laufen zu lassen.
Dann ergibt sich jetzt auch noch die Frage: Könnten die bisherigen Schweißkonstruktionen behalten werden oder müssten sie für den Roboter speziell neu Entwickelt werden?
Dazu mal schnell ne Idee von mir: Bis halt auf ein paar Spezialteile die auf jedenfall mit ner Schweißvorrichtung plaziert werden müssten handelt es sich um häufig wiederkehrende Teile. Sagen wir so ungefähr 10 verschiedene.
Meint ihr es ist möglich eine 2ten Roboter einzusetzten der Automatisch sein Kopfstück wechselt, sich das dazugehörige Schweißteil von einer Palette holt, es plaziert und der Schweißroboter es erst anpunktet, der Plazierroboter sich dann zurückzieht und der Schweißroboter es dann fertig schweißt?

So ich hoffe das war jetzt nicht zu viel text. Ich werde sobald ich Informationen dazu finde und weiß worauf man achten sollte, es hier für spätere Anfragen anderer hier reinstellen.

Gruß Alex
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« Antworten #1 am: 06. Oktober 2009, 13:04:28 »

... na ja, das hängt natürlich einzig und allein von den Teilen ab die du schweißen willst. Je kompexer, desto schwieriger. Aber an und für sich sind die Roboter eigentlich dafür gemacht. ein Greiferwechsel (Kopfstück) ist auch kein Problem, da gibt es etliche Anbieter auf dem Markt die so was bereits in der Schublade liegen haben. Was noch zu beachten wäre, ist das du jemanden brauchst der schon Robotererfahrung hat um so ein System aufzubauen. Ein Laie oder Anfänger ist da überfordert.

CU ASIMO
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Geht nicht, gibt's nicht!


WWW
« Antworten #2 am: 06. Oktober 2009, 13:42:43 »

Grundsätzlich geht ja alles, man kann auch mit einfachen Mitteln viel bewirken.
Wo ist denn eure Firma, vielleicht können wir ja helfen.
Wenn man die Teile bzw. Anlagen nicht gesehen hat, ist es schwierig so was zu beurteilen, gerade bei der Komplexität bzw gewünschten Vielseitigkeit der Anlage.

Man kann durchaus auch mit Handspannern Teile fixieren. Dann ist es Sache des Anlagenführers diese zu kontrollieren.

Eine Konzepterstellung / Kostenanalyse oder Prozessoptimierung  würde sich so wie Du das dargestellt hast sicher lohnen.

Gruß
Gunther
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« Antworten #3 am: 06. Oktober 2009, 20:48:59 »

Hallo Alex,
ein manchmal unterschätztes Thema ist die Genauigkeit. Gibt es dazu Vorgaben? Bei einer Roboterzelle sind zudem diverse Komponenten aufeinander abzustimmen. Vielleicht wäre hier eine Beratung vorab, wie oben bereits vorgeschlagen, doch sehr hilfreich (ob das dann wirklich eine Studie sein muss... oft genügt der Blick eines erfahrenen Rob-programmierers).

Gruß, robots
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metzo
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« Antworten #4 am: 07. Oktober 2009, 09:09:20 »

guten morgen zusammen und erstmal danke für die Antworten!
Die genaueren Daten wie Bilder von den Werkstücken, hab nur einige mal kurz in der Werkshalle gesehn, Daten zur Genauigkeit und der Anzahl der anzubringenden Komponenten bekomme ich erst Freitag oder Montag.
Ich hoffe ich mache mich jetzt nicht unbeliebt, aber leider ist ein geschulter Blick eines erfahrenen Programmierers hier nicht so einfach. Erstens sind das alles recht spezielle Teile die der Geheimhaltung unterliegen und dann gibt es da noch die sache mit der Studie! Das ganze soll werden bzw ist meine DIPLOMARBEIT! So viel Arbeit mir das ersparen würde mal ein paar Stunden mit einem von euch über das ganze zu reden und ihm alles zu zeigen....
Denke wenn dann wäre das nur mit der Unterzeichnung der Verschwiegenheitspflicht und in eurer Freizeit möglich...

Wieder zum Projekt:
Sagen wir einige oder alle Teile werden erst mit Handspannern fixiert, dann wäre es doch durchaus kein Problem dem Rob vorher zusagen alles mit Tast oder Lasersystem auf vorhanden sein und korrekte Lage zu kontrolieren oder?
Nun nochmal zu der IDee mit den ZWEI Robs, einer plaziert, der andere schweißt. Gestern hab ich irgendwo gelesen das es einen imensen sicherheitsaufwand benötigt, wenn die beiden Roboter im gleichen Arbeitsumfeld arbeiten, um sicher zu stellen das sie sich nicht gegenseitig beschädigen.
Wenn ich mir z.B. vorstelle der Plazier Roboter hält ein 2x3x1cm dicke Platte auf das Grundblech und der Schweißrobi soll es erst an 2 oder 3 Stellen anpunkten..... dann kommen die beiden sich ja schonmal verdammt nahe.....
Gibt es irgend eine möglichkeit das ganze mit einer 4free Software zu kontrollieren?
Gestern hab ich z.B. Software entdeckt mit der man alle Sachen auf ihre Machbarkeit von der Robotorbewegung her prüfen kann... so eine Software steht mir ja nun nicht zur verfügung und kaufen steht ausser Frage....
Wenn es jetzt sowas nicht gibt, meint ihr es ist möglich wenn ich z.B. ein paar Zeichnungen mit der Problemstellung mache das ihr mir dabei Tips geben könnt?

Ausserdem:
Da die Firma ja bisher noch keinerlei Erfahrungen mit Robotern hat, muss ja auch jemand das ganze Programmieren.... also falls falls falls etc....

Gibt es einen Unterschied, und wenn welchen? ob ich die Anlage beim Hersteller kaufe und das ganze von einem Freiberuflichen Programmierer machen lassen würde, oder ob das ganze direkt vom Hersteller mit abgesegnet wird? So von wegen Garantiefall bei Kollision der beiden Roboter oder sowas?

Wie läuft das denn z.B. bei diesen Handlingrobotern? Ich hab jetzt schon einige Aplikationen gesehn in der ein großer Rob das Teil hält und dreht und der Schweißrob daran seine ARbeit verrichtet... die beiden haben dann ja auch eine Überschneidung des ARbeitsraumes. Ist sowas immer extra teuer oder doch entgegen meiner bisher gelesenen Sachen günstig und einfach handzuhaben?
SO genug fürs erste Wink Danke schonmal für jegliche Hilfe!
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« Antworten #5 am: 07. November 2009, 15:39:28 »

Hallo Metzo!

Es gibt Unternehmen die auf Roboter und Schweißtechnik spezialisert sind.Die Aufgabenstellung die du angeführt hast,
ist für solche Unternehmen was alltägliches.Um ein Bild der Möglichkeit zu erhalten, sieh dir die Roboteranlage bei Liebherr Bischofshofen an.
Ein Musterbeispiel der Applikation.Und um über die Geheimhaltung zu reden, sehr viele Unternehmen haben eine Geheimhaltungs-Klausel.
Jedoch wenn man sich was anschaffen will das einem die Arbeit erleichtert, muss man mit diesen Unternehmen arbeiten.Und euer Unternehmen wäre nicht das erste Unternehmen
die spezielle Sachen schweßen.Sich beraten zu lassen wäre kein Fehler.

mfG
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