Hallo,
als Softwareentwickler kann ich dir zwar auch keine exakten Daten sagen, aber einige deiner Annahmen muss ich dann doch mal korrigieren.
Erstmal vorweg diese beiden Filme
http://www.youtube.com/v/1TiU1RyJVYw&rel=0http://www.youtube.com/v/WlqJ2YpFUlE&rel=0Wie du siehst unterscheiden sich Industrieroboter in der Größe beträchtlich.
Eine Aussage wie "Ein Roboter verbraucht immer ..." ist also genauso Unsinn, wie "Ein Auto verbraucht immer ...".
1) Nach telefonischer Aussage eines größeren Roboterherstellers verbraucht ein IRB im Stand keinen Strom.
Jein. Ein Roboterarm kann auf zwei Arten "stehen". Entweder mit eingeschalteten Antrieben, dann müssen manche der Gelenke gegen die Schwerkraft arbeiten, oder mit ausgeschalteten Antrieben, das ist dann wie beim Auto mit angezogener Handbremse. Für letzteren Fall stimmt die Auskunft. (Bis auf die 500 W, siehe oben.)
Meine Annahmen sind wie folgt: Beim Beschleunigen wird die meiste Energie verbrauch. Etwas weniger für Bewegungen mit konstanter Geschwindigkeit. Im Stillstand gehe ich zur Zeit davon aus, dass lediglich 0,5kW für die Steuerung benötigt werden.
Das ist physikalisch falsch. Diese Aussagen gelten nur für Bewegungen in der Ebene, z.B. für eine Lokomotive oder ein Elektroauto.
Wenn man einen Gegenstand hochhebt und dann die Geschwindigkeit des Hochhebens verringert, hebt man ihn immer noch hoch und verbraucht Energie. Auch wenn man ihn mit dem Arm oben hält, verbraucht man Energie.
Lässt man den Gegenstand wieder runter, braucht man bei größerer Beschleunigung weniger Energie, da man die Schwerkraft ausnutzt. Lässt man ihn dagegen ganz langsam herunter, muss man viel mehr arbeiten.
Bei einem Roboter sind die einzelnen Armsegmente unterschiedlich im Raum orientiert, deshalb hat man immer eine Überlagerung solcher Effekte. Entweder muss man diese Betrachtung für jedes Gelenk einzeln machen, oder man kann nur statistisch argumentieren ...
Grüße
Urmel