Hallo,
ich habe das Thema ins Mitsubishi-Forum verschoben, weil es ja mittlerweile nicht mehr nur um Melfa Works geht.
1. Vor Jedem Punkt ist eine "1", kenne die Bedeutung der Variable nicht!
Genau das meinte ich mit "nicht dokumentiert". Diese Dinge wurden speziell für Melfa Works in die Robotersprache eingebaut, in den anderen Handbüchern steht dazu kein Wort.
2. Die Ausrichtungsparameter haben eine seltsame Größe gehabt (A,B,C). Die haben Werte ca. von -3 bis +3.
Dafür gibt es zum Glück eine einfache Erklärung, auch der normale MXT-Befehl erwartet die Winkel im Bogenmaß (RAD). Statt von -180 bis 180 laufen die Werte dort von -Pi bis Pi. Zum Umrechnen könnt ihr die einfach mit 180/Pi bzw. Pi/180 multiplizieren.
Zum normalen MXT-Befehl hatten wir hier einen Thread:
http://www.roboterforum.de/roboter-forum/mitsubishi_roboter/echtzeitsteuerung-t5132.0.htmlMan kann mit diesem Befehl den Roboter direkt im Interpolationstakt steuern. Das wurde ursprünglich entwickelt um sensorgesteuerte Roboterbewegungen zu ermöglichen. Aber anstatt die Roboterbewegung ständig aus den Sensorwerten neu zu berechnen, kann man die Werte auch einfach aus einer Textdatei auslesen und in jedem Zyklus eine Zeile senden. Dazu muss man nur ein kleines C++-Programm für den PC schreiben.
So funktioniert auch unsere Lösung:
http://www.battenberg.biz/content/DE/Software.htmlAllerdings muss dabei immer ein PC mit der Robotersteuerung verbunden sein. Das hat allerdings den Vorteil, das die Länge der Bahnen nur durch den Speicherplatz des PCs beschränkt ist. Dadurch lassen sich auch Bahnen (z.B. aufgezeichnete menschliche Bewegungen) mit mehreren Millionen Positionen reproduzieren.
Mitsubishi hat das Problem mit dem PC in Melfa Works so umgangen, in dem sie den MXT-Befehl so erweitert haben, dass er seine Daten statt über eine Netzwerkverbindung aus einer auf der Robotersteuerung gespeicherten Datei lesen kann.
Melfa Works ist noch relativ wenig verbreitet, hier im Forum bist du der erste, der eine Frage dazu stellt. Wenn sich hier keine anderen Anwender finden, könntest du es mal mit einer Mail an den Mitsubishi Support versuchen.
Ansonsten gibt es in unserer RobFlow-Software auch eine Aktion (im Zusatzmodul "Path Measure Movement"), die solche Roboterbahnen aus Textdateien lesen und vom PC aus abspielen kann. Das Format der Textdateien ist dabei etwas anders, aber dafür sollte man relativ einfach ein Konvertierungsprogramm schreiben können.
Grüße
Urmel