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Roboterforum für Industrieroboter Anwender  |  Allgemein  |  andere Roboter - alles ausser Industrieroboter  |  Thema: DIE INTELLIGENZ DES MOTIVIERTEN AUTONOMEN ROBOTERS 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: DIE INTELLIGENZ DES MOTIVIERTEN AUTONOMEN ROBOTERS  (Gelesen 1415 mal)
Schurmann-a
Gast
« am: 22. Oktober 2006, 14:21:38 »

Hallo,

Gute Nachricht für die Befürworter (und schlechte für die Gegner) des motivierten autonomen Roboters, charakterisiert in meinem Beitrag "Neuer motivierter Roboter" und in http://mywebpage.netscape.com/alschurm1/page2.html   :

der motivierte autonome Roboter ist eine sehr intelligente Maschine weil sie folgende  Grundsteine der Intelligenz enthält:

1. Abstrakte Objekt- und Situationsmodelle in der Wissensbasis und deren intelligente Aktualisierung

Die Wissensbasis ist so strukturiert daß jedes Objekt- oder Situationsmodell ein Knoten im Baum ähnlichem Graph ist. Die Nachfolgeknoten eines Objektmodell Knotens sind mehr konkrete (weniger abstrakte) Objektmodelle als das Objektmodell im Vorgänger Knoten; z. B. die Nachfolgeknoten des Objektmodells "Apfel" sind Modelle verschiedener Apfelsorten, wobei der "Apfel" Knoten (es ist das Modell der Klasse Äpfel) ist ein Nachfolgeknoten des Modells/Knotens "Früchte" (es ist das Modell für Früchte). Ein Objektmodell hat alle Eigenschaften des Vorgänger Knotens/Objektmodells. Dies ermöglicht sehr abstrakte Objektmodelle in der Wissensbasis zu haben. Abstrakte Objektmodelle sind einer der Grundsteine der Intellegenz, weil sie dem Roboter ermöglichen, bei Wahrnehmung, ein unbekanntes Objekt zu erkennen/klassifizieren als ein Objekt einer Klasse von Objekten, d.h. als Fall eines abstrakten Objektmodells. In dieser Weise erkennt/klassifiziert der Roboter intelligent vorher nicht bekannte Objekte.

Im Falle eines neuen Objektes dessen Modell nicht in der Wissensbasis ist, kann der Roboter das Modell für dieses Objekt bilden (er kann zusätzliche Aktivitäten ausführen um weitere Eigenschaften des Objektes zu erkennen) und dieses Modell in richtiger Stelle in die baumartige Wissensbasis eintragen. In dieser Weise erweitert der Roboter intelligent seine Wissensbasis über seine Umgebung.

In ähnlicher Weise können nicht bekannte Situationen klassifiziert (identifiziert als Fall eines abstrakten Situationsmodells) werden. Wenn also der Roboter eine unbekannte gefährliche Situation wahrnimmt, dann würde er wahrscheinlich diese Situation als Fall eines abstrakten Modells für gefährliche Situationen erkennen - und so, intelligent seine Umgebung erkennen.

Der Roboter kann auch verifizieren ob ein erkanntes konkretes Objekt alle/oder neue Eigenschaften hat, im Vergleich zu seinem Modell in der Wissensbasis, und dieses Objektmodell aktualisieren - er reagiert also intelligent auf Änderungen eines Objektes.

In gesagter Weise kann der Roboter seine Wissensbasis intelligent zu einer neuen Umgebung anpassen; z.B. wenn ein Haushaltsroboter seine Wohnung wechselt, oder wenn neue Möbel gekauft werden.

Die Wissensbasis wird auch zur assoziativen Wahrnehmung von Objekten und Situationen in folgender Weise angewandt:
Wenn der Roboter, mittels eines visuellen Identifizierungsprogramms, ein Objekt als Abbildung wahrnimmt, sucht er in der Wissensbasis das Objektmodel mit der identifizierten visuellen Abbildung; er sucht von oben entlang dem Zweig wo diese Abbildung am besten zu visuellen Mustern in den Objektmodellen, zugeordnet zu den Knoten, paßt. Nach dem er das am besten passendes Muster gefunden hat assoziiert er die Abbildung mit dem Objektmodell mit dem am besten passenden Muster, d.h. mit allen Eigenschaften dieses Objektmodells. Das ist eine einfache Lösung des vorher nicht gelösten Assoziierungsproblems bei Wahrnehmung eines Roboters.

2. Bewertung von Objekten und Situationen mittels emotionaler Reizmuster
Jedem Objekt- und Situationsmodell kann ein Reizmuster in bezug auf ein Bedürfnis des Roboters zugeordnet werden. Dies ermöglicht die gegenwärtige Reizstärke eines wahrgenommenen Objektes oder Situation zu berechnen. Diese Reizstärke mißt wie gut (wenn sie positiv ist) oder wie schlecht (wenn sie negativ ist) und wie wichtig (wie groß der Absolutbetrag der Reizstärke ist) gegenwärtig das/die wahrgenommene Objekt/Situation ist - er kann also intelligent Objekte und Situationen in seiner Umgebung bewerten was ihm ermöglicht gegenwärtig unwichtige Objekte und Situationen zu ignorieren und nur die wichtigsten beachten und behandeln.

3. Situationen, Aktivitätschema und die Motivation des Roboters es auszuführen
Es ist üblich das in Veröffentlichungen und Beiträgen ein Roboter seine Umgebung als eine Erscheinung von Objekten betrachtet. Das führt zum unintelligenten Verhalten des Roboters; Beispiele: "if Wasserkran offen then mache ihn zu", "if Buch auf dem Boden then hebe es und lege ins Regal (auch wenn z. B. Kinder es benutzen)".
Ein Roboter muß seine gegenwärtige Umgebung als Erscheinung von Situationen betrachten, andernfalls kann er nicht intelligent handeln. Der motivierte autonome Roboter reagiert (d.h. führt Aktivitäten aus) nur auf Situationen, wie weiter geschildert.

Ein Aktivitätschema des Roboters ist Beschreibung einer komplexen Aktivität des Roboters, z. B. das Aktivitätsschema für Zubereitung eines Mittagessens, das Aktivitätsschema für Reinigung eines Zimmers. Solch ein Aktivitätsschema kann Kontrollsubaktivitäten enthalten die dem Roboter ermöglichen andere Maschinen zu bedienen und kontrollieren - es ist eine intelligente Eigenschaft des Roboters.
Ein Aktivitätsschema hat Anfangs- und Zielsituationen. Der Roboter beginnt die Ausführung eines Aktivitätsschemas von einer Anfangssituation und ist motiviert eine Zielsituation des Aktivitätsschemas zu erreichen; wenn der Roboter keine Zielsituation erreicht dann ist die Ausführung mißlungen. Der Roboter führt also nur dann eine Aktivität aus wenn er in einer Anfangssituation dieser Aktivität ist.
Meistens ist jedoch der Roboter in mehreren Situationen die Anfangssituationen einiger Aktivitätsschemas sind. Um zu entscheiden welche Aktivität er gegenwärtig ausführen soll, wendet er eine Prozedur an die die gegenwärtige Motivation zur Ausführung einer Aktivität bestimmt. Diese Motivationsprozedur basiert auf in " 2. Bewertung von..." gesagten Reizstärken einiger Situationen (besonders der Anfangs-, Ziel- und anderen Endsituationen) des Aktivitätsschemas. Mittels dieser Motivation, mit Berücksichtigung der Zeit in der eine Aktivität ausgeführt werden soll, bestimmt der Roboter diese Aktivität auszuführen die gegenwärtig am wichtigsten ist. Der Roboter bestimmt also in intelligenter Weise welche Aktivität er gegenwärtig ausführen wird. Solches Entscheidungsproblem haben nur voll-autonome Roboter; nicht voll-autonome Roboter sind nicht mit solchem Problem konfrontiert.

4. Fokussierung der Aufmerksamkeit auf wichtigste Objekte und Situationen

Wenn der Roboter Objekte und Situationen in seiner Umgebung wahrnimmt, fokussiert er seine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung auf diese Objekte und Situationen die gegenwärtig am wichtigsten sind, d.h. die große positive oder negative Reizstärke haben (sehe: "2. Bewertung..."). Dies ist einer der Grundsteine für intelligentes Verhalten des Roboters, weil er die wichtigsten Situationen behandelt und die unwichtigen ignoriert.
Ein Roboter der alle Situationen in seiner Umgebung mit der selben Aufmerksamkeit behandelt, kann nicht effektiv wirklich wichtige Situationen beobachten, was dazu führt daß er unwichtige Situationen behandelt und ignoriert wichtige - das ist ein sehr unintelligentes Verhalten.
Das Wahrnehmungssystem des Roboters speichert/merkt sich alle Objekte und Situationen in der gegenwärtig wahrgenommenen Umgebung, so daß, er z.B. weiß welche Objekte im Wohnzimmer sind wenn er von dort in die Küche gekommen ist. Solches Wissen ist notwendig um sich intelligent zu verhalten.
------------------------------------------------------

Im Vergleich zur menschlichen Intelligenz ist die Intelligenz des Roboters jedoch sehr klein weil:
i. Seine Umgebung (seine Welt) und sein Wissen (in der Wissensbasis) ist sehr beschränkt - reduziert auf die Aktivitäten die er ausführen soll.
ii. Der Robot ist nicht kreativ und grundsätzlich nicht fähig nicht triviale Denkprozesse auszuführen.
iii. Er ist nicht fähig eine normale natürliche Sprache zu benutzen; mehr auf http://mywebpage.netscape.com/alschurm1/page7.html

MFG

Schurmann-a
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« Antworten #1 am: 22. Oktober 2006, 18:16:34 »

aus Ihrer Homepage:
Zitat
...So hat eine solche Person vorgeschlagen einen Roboter in Schutzraeumen zu halten und ihn mit Notauskreisen und Lichtschranken von Menschen und der Umgebung abzugrenzen...


a: Aus dem Zusammenhang gerissen.
b: Es ist nicht fair, auf einer einseitig (d.h. nur von Ihnen beschreibbaren) Plattform über die Aussagen dritter herzuziehen. Ich werde meine Homepage nicht zu Diskussionen oder Äußerungen über Sie oder Ihr Projekt verwenden, auch wenn es mir ein leichtes wäre Ihre Ideen in der Luft zu zerreißen, wo Sie auf meiner HP nicht schreiben könen.
c: Sie schreiben sinngemäß das, was Asimov schon 1936 schrieb:
Ich zitiere die Uni Köln:
Zitat von: Sarah Sauer 2005-04-01
Asimovs Robotergeschichten behandeln zentral das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, wobei Asimov ein sehr prositives Bild des Roboters zeichnet. Asimov stellt sie meist als positive Helden dar, die nur selten mit charakterlichen Makeln behaftet sind. Sie stellen auch keine Gefahr für die Menschheit dar, sondern sind loyale Diener.

Ähnlich schreibt schon in den 80er Jahren Wolfgang Jeschke über Asimovs Roboter (Wenn ich mal viel Zeit und Zorn habe, räume ich mein Bücherregal auf und tippe die besagte Einleitung ab)

Das was Sie schreiben:
Zitat
... Es existieren immer noch alte Vorstellungen von Robotern die in Science Fiction Literatur und Filmen verbreitet wurden und weiter verbreitet werden. In dieser Literatur und den Filmen sind Roboter meistens als Menschen fremde Wesen dargestellt, in einigen Faellen erreichen diese Roboter Kontrolle und Macht ueber Menschen. Das sind Phantasie Vorstellungen die mit der Wirklichkeit nichts gemeinsames haben...

wurde sinngemäß von SF-Autoren seit den 30er Jahren schon gesagt. damals sah man als Negativbeispiele z.B. Mary Shelleys Frankenstein, (eine künstliche Lebensform) an weil man keine modernen Beispiele hatte.
die positivbeispiele waren eben jene "asimovschen" Roboter, die Helfer und treuen Diener, die absolut uneigennützig "Gutes" tun. Sei es nun der "UNIVAC" als universale Denkmaschine oder "Robbie" aus Asimovs gleichnamiger Kurzgeschichte.

Ich behaupte HIER, wo Sie sich dazu äußern können und Gegendarstellungen veröffentlichen können:

Sie sind ein Mensch, der versucht sich Ideen anderer Leute des vorigen Jahrhunderts zu Eigen zu machen, sie kommerziell zu nutzen und damit von Anderer Leute geistigem Eigentum zu profitieren.

Sie sind nichts als ein Abschreiber, ein Kopist!

Vergl: http://www.cultd.net/tepe/mim/journalMIM/band01/NZ_untergang.htm Abs. 4.2.2.
http://de.wikipedia.org/wiki/Asimov
http://www.hjjenter.de/Artikel/artikel.html
http://www.asimovlaws.com/articles/archives/2004/07/asimovs_laws_of.html
http://www.asimovlaws.com/articles/archives/2004/07/why_we_need_fri_1.html
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Wolfram (Cat) Henkel

never forget Asimov's Laws at the programming of robots...

"Safety is an integral part of function. No safety, no production. I don't buy a car without brakes."

http://www.xing.com/go/invita/5634410

PMs mit Anfragen wie "Wie geht das..." werden nicht beantwortet. Diese Fragen und die Antworten interessieren jeden hier im Forum.
http://roboterszene.de
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Nur ein Irrer erkennt einen Irren!


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« Antworten #2 am: 03. November 2006, 00:06:19 »

Hallo Freaks!

Herrlich WolfHenk!  supi  Weiter so...habe nix hinzuzufügen... icon_rofl
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Greetings, Irrer Polterer!

http://www.youtube.com/user/RMAutomationAndApps

Wie poste ich falsch?
Nachdem ich die Suche und die FAQ erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich das gleiche Thema in mehreren Unterforen, benutze einen sehr kreativen Titel wie "Hilfe", am Besten noch mit mehreren Ausrufezeichen, und veröffentliche einen so eindeutigen Text, dass sich jeder etwas Anderes darunter vorstellt.

Life is a beta version. Full of bugs and no manual.
Werner Hampel
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« Antworten #3 am: 03. November 2006, 00:44:42 »

der Wolfhenk macht das schon supi,
ich sag auch nix mehr dazu  Rolling Eyes
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Roboter sichern die Arbeitsplätze und den Fortschritt der Industrieländer, da sie kostengünstig und qualitativ hochwertig produzieren.
Ohne Automatisierung mit Robotern werden unsere Produkte in Billiglohnländern hergestellt.
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